Wenn du einen Online-Dienst nutzt, vertraust du jemandem deine Daten an. Bei einer Wunschliste sind das deine Interessen, deine Wünsche, manchmal sogar Hinweise auf Geburtstage, Anlässe und persönliche Prioritäten. Die meisten Dienste bitten dich, ihrer Datenschutzerklärung zu vertrauen. Lieblings-Wunschliste macht das anders: Jede Zeile Code ist öffentlich.
Was bedeutet Open Source konkret?
Open Source bedeutet, dass der Quellcode eines Softwareprojekts öffentlich zugänglich ist. Jeder kann ihn lesen, studieren, auf Fehler prüfen und Verbesserungen vorschlagen.
Für Lieblings-Wunschliste bedeutet das:
- Der vollständige Code für die Website und die Browser-Erweiterung ist öffentlich auf GitLab einsehbar
- Jede Änderung wird in der Git-Historie festgehalten
- Externe Entwickler können Fehler melden oder Verbesserungen einreichen
- Wer möchte, kann die Anwendung auf der eigenen Infrastruktur betreiben
Warum AGPL – und warum das wichtig ist
Es gibt verschiedene Open-Source-Lizenzen, die unterschiedliche Rechte und Pflichten mit sich bringen. Lieblings-Wunschliste verwendet die AGPL (Affero General Public License) – und das ist eine bewusste Entscheidung.
Die meisten Open-Source-Lizenzen haben eine Lücke: Software kann proprietär weiterentwickelt und als geschlossener Dienst betrieben werden, ohne dass der Code offengelegt werden muss. Diese sogenannte „ASP-Lücke" schließt die AGPL.
Die AGPL schreibt vor: Wer die Software als Netzwerkdienst betreibt und Änderungen vornimmt, muss diese Änderungen ebenfalls unter der AGPL veröffentlichen. Das bedeutet: Lieblings-Wunschliste kann nicht in einen proprietären Dienst umgewandelt werden, der deine Daten im Verborgenen auswertet.
Open Source als Datenschutzgarantie
Eine Datenschutzerklärung ist ein Versprechen. Open Source ist ein Beweis.
Was du in unserem Code direkt nachprüfen kannst:
- Kein Google Analytics oder andere Tracker: Du findest keine Integration von Drittanbieter-Analysediensten im Code.
- Keine Werbe-Cookies: Der Code enthält keine Aufrufe von Werbenetzwerken oder Tracking-Pixeln.
- Keine versteckte Datenübermittlung: Alle Server-Requests sind im Code nachvollziehbar. Es gibt keinen versteckten Aufruf, der Daten an externe Dienste sendet.
- Echte Verschlüsselung: Die Verschlüsselung der Wunschlistendaten ist im Code implementiert und überprüfbar – kein Marketingversprechen.
Diese Transparenz ist kein Bonus – sie ist der Kern des Projekts. Jeder kann nachprüfen, dass das, was wir sagen, auch dem entspricht, was der Code tut.
Keine Registrierung, keine Profile, keine Daten
Neben dem Open-Source-Ansatz ist ein weiteres Datenschutzmerkmal entscheidend: Lieblings-Wunschliste erfordert keine Registrierung.
Das bedeutet in der Praxis:
- Keine E-Mail-Adresse gespeichert (es sei denn, du gibst sie freiwillig für den Link-Wiederherstellungsdienst an)
- Kein Nutzerprofil angelegt
- Keine Verknüpfung mit anderen Diensten
- Minimales Logging: Wir protokollieren nur das technisch Notwendige
Wenn du eine Wunschliste erstellst und sie teilst, wissen wir nicht, wer du bist. Wir wissen nicht, wer deine Liste ansieht. Wir wissen nicht, was du kaufst.
Self-Hosting: Die ultimative Datenschutzgarantie
Für diejenigen, denen das immer noch nicht weit genug geht, bietet Open Source die ultimative Option: Self-Hosting.
Dasselbe Docker-Image, das auf unseren Produktionsservern läuft, ist verfügbar, um Lieblings-Wunschliste auf der eigenen Infrastruktur zu betreiben. Eine docker-compose.yml und ein paar Umgebungsvariablen reichen aus. Die Anleitung dazu findet sich in der README auf GitLab.
Wer Self-Hosting betreibt, hat die vollständige Kontrolle: über den Code, über die Daten, über alles.
Warum Open Source ein besseres Produkt ergibt
Über den Datenschutz hinaus hat Open Source einen weiteren Vorteil: Es führt zu besserer Software.
- Viele Augen finden mehr Fehler: Externe Entwickler und Sicherheitsforscher können den Code auf Schwachstellen prüfen – und das bereits getan haben.
- Community-Beiträge: Nutzer können Funktionen vorschlagen und selbst implementieren.
- Keine Vendor-Lock-in: Die Plattform kann nicht ohne Weiteres eingestellt werden – wer möchte, kann den Code forken und weiterführen.
Vertrauen muss verdient werden
Der Online-Markt ist voll von Diensten, die Datenschutz versprechen und Tracking betreiben. Wunschlisten-Dienste sind keine Ausnahme: Einige bekannte Plattformen sind werbefinanziert, sammeln Daten und verkaufen Nutzerprofile.
Lieblings-Wunschliste ist kostenlos und werbefrei – weil es kein Geschäftsmodell gibt, das auf deinen Daten basiert. Die einzige Einnahme kommt aus transparenten Affiliate-Links bei Produktvorschlägen, die klar als solche gekennzeichnet sind.
Open Source ist das stärkste Instrument, das ein digitaler Dienst hat, um dieses Versprechen zu untermauern. Nicht weil es perfekt ist – sondern weil es überprüfbar ist.
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